Stundensatz berechnen: Rechner, Formel und Rechenweg
Was muss deine Arbeitsstunde dem Kunden kosten, damit dein Betrieb Gewinn macht? Mit dem interaktiven Rechner oben trägst du deine Zahlen ein und siehst deinen kalkulatorischen Stundenverrechnungssatz sofort – inklusive Aufschlüsselung in Lohnkosten, Gemeinkosten und Gewinn pro Stunde. Du brauchst dafür fünf Größen: den Jahres-Bruttolohn, die Lohnnebenkosten, die tatsächlich produktiven Stunden, die betrieblichen Gemeinkosten und deinen gewünschten Gewinnaufschlag. Das Ergebnis ist frei sichtbar, ganz ohne Anmeldung. Weiter unten erklären wir dir zusätzlich die Formel und den Rechenweg Schritt für Schritt, damit du jede Zahl nachvollziehst und verstehst, warum der reine Stundenlohn deines Gesellen weit unter dem liegt, was du dem Kunden berechnen musst.
Diese Größen brauchst du für die Rechnung
Die Rechnung stützt sich auf vier Werte: die Vollkosten eines Mitarbeiters pro Jahr (Bruttolohn plus Lohnnebenkosten), die produktiven Stunden pro Jahr (nach Abzug von Urlaub, Krankheit, Feiertagen, Fahrten und Leerlauf), die Gemeinkosten deines Betriebs, die du auf die produktiven Stunden umlegst, und den Gewinnaufschlag in Prozent. Je genauer deine Werte, desto belastbarer der Satz – wie du die produktiven Stunden ermittelst, erklärt der Ratgeber zum Stundenverrechnungssatz.
Die Formel und ein Rechenbeispiel
So rechnest du: Teile zuerst die Jahres-Vollkosten durch die produktiven Stunden – das ergibt die reinen Personalkosten je produktiver Stunde. Rechne die anteiligen Gemeinkosten pro Stunde dazu und schlage zum Schluss deinen Gewinn in Prozent auf. Als Formel: Verrechnungssatz = (Vollkosten ÷ produktive Stunden + Gemeinkosten je Stunde) × (1 + Gewinnaufschlag). Ein Beispiel: 60.000 Euro Vollkosten bei 1.500 produktiven Stunden sind 40 Euro; plus 15 Euro Gemeinkosten ergibt 55 Euro Selbstkosten, und mit 15 Prozent Gewinn landest du bei rund 63 Euro pro Stunde. Das sind Beispielzahlen – deine echten Werte hängen von deinem Betrieb ab.
Mit echten Stunden statt Schätzungen rechnen
Die Rechnung ist nur so gut wie deine Annahme über die produktiven Stunden. Mit der Zeiterfassung von betriebsbasis bucht dein Team die Stunden auf die Aufträge, sodass du aus echten Daten weißt, wie viel produktive Zeit wirklich zusammenkommt und ob deine Baustellen in der kalkulierten Zeit laufen. So verfeinerst du deinen Verrechnungssatz mit jeder abgerechneten Baustelle statt mit einer Schätzung vom Jahresanfang.
Häufige Fragen
- Wie berechne ich meinen Stundenverrechnungssatz?
- Teile die Jahres-Vollkosten durch die produktiven Stunden, addiere die Gemeinkosten je Stunde und schlage deinen Gewinn in Prozent auf. Das Ergebnis ist der Preis, den du dem Kunden pro produktiver Arbeitsstunde berechnen solltest.
- Woher weiß ich meine produktiven Stunden?
- Ziehe von den möglichen Jahresstunden die unproduktiven Zeiten ab. Am genauesten wird es mit echter Zeiterfassung, weil du dann siehst, wie viele Stunden deine Baustellen tatsächlich brauchen.